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ict in der schule

 Vom 24. - 26. Mai 2016 findet in Helsinki das Summer Institute von Microsoft statt. Helsinki zeigt sich tatsächlich sommerlich mit Sonnenschein und Temperaturen weit über 20 Grad.

Doch die Bildungsverantwortlichen und Schulleiter aus der ganzen Welt haben sich nicht getroffen, um das schöne Wetter zu geniessen, sondern um auszutauschen, zu lernen und sich zu vernetzen. Die Teilnehmerliste zeigt, dass sich Bildungsinteressierte aus 33 Ländern eingefunden haben, wobei die Europäischen Länder etwa die Hälfte der anwesenden Personen stellten. Nebst Präsentationen wurden auch in Round-Tables eigene Fahrung ausgetauscht.

Und es ist eindrücklich, wenn man erfährt, dass Finnland das Bildungssystem von 2015-2018 radikal ändert. Als eines der seit Jahren erfolgreichsten PISA Länder. Doch wie so schön gesagt wurde:

"wir lernen nicht für andere, nicht für PISA, wir lernen für uns."

Da sich Finnland ständig weiterentwickeln will und neue Erkenntnisse in das Bildungsprogramm aufnimmt, ist es unabdingbar, das eigene System immer wieder zu überdenken. Die Kinder sollen Erfolg haben können und man will die schnelle Entwicklung der Welt einfliessen lassen (hat da die Erfahrung von Nokia seine Spure hinterlassen?). Die sieben Schlüsselkompetenzen im neuen Curriculum sind dann auch Folgende:


Quelle: https://kivinen.wordpress.com/2015/06/04/why-change-the-education-system-that-has-been-ranked-as-top-quality/

  

Und wo steht die Schweiz?

Die Schulen sind heute gut aufgestellt und greifen das personalisierte Lernen auf. In den Bereichen Community, Collaboration und Digitalization muss man jedoch aufpassen, den Zug nicht zu verpassen. Viele Länder sind heute weit vernetzt  und haben internationale Zusammenarbeitsprogramme. In Finnland wird viel Energie aufgebracht, Analysewerkzeuge für Lehrpersonen und Schulleitungen zu erstellen, welche das Personalisierte Lernen unterstützen und helfen sollen, die Schüler optimal zu fördern. Leider sieht man selten Schweizer Schulbehörden oder Vertreter der Pädagogischen Hochschulen an solchen Events mitdiskutieren. 

Persönlich finde ich, dass es höchste Zeit ist, die Augen zu öffnen und sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Das Lernen findet nicht "mehr" nur im Schulzimmer und im Schulhof statt. Das Lernen ist heute ein internationaler Austausch, bei welchem es keine geografischen oder kulturellen Grenzen mehr gibt.